Stadtmuseum Neuburg an der Donau

Willkommen im Stadtmuseum Neuburg an der Donau

Das Stadtmuseum Neuburg an der Donau befindet sich in einem der prachtvollsten Häuser der Oberen Altstadt: dem so genannten Weveldhaus, einem ursprünglich spätgotischen Bau, der im frühen 18. Jahrhundert zu einem barocken Adelspalais umgewandelt wurde. Das Stadtmuseum bietet einen lebendigen und anschaulichen Einblick in die Geschichte und Gegenwart einer "kleinen Stadt mit großer Vergangenheit".

Aktuelles

Ausstellungen, Vorträge, Theater, Musik - das Weveldhaus ist drinnen und draußen eine beliebte Veranstaltungslokalität in Neuburg. Auf unserer Seite "Aktuelles" informieren wir Sie rechtzeitig. Sehen Sie gerne öfter einmal vorbei!

Glaubenssachen

Neue Abteilung im Stadtmuseum Neuburg an der Donau

Wer die große Sonderausstellung „FürstenMacht & wahrer Glaube“ im Reformationsjubiläumsjahr im Schloss, dem Fürstengang und der Hofkirche Neuburg verpasst haben sollte, kann sich dennoch freuen: Am Internationalen Museumstag 2018 wurde im Stadtmuseum im Weveldhaus die neu eingerichtete Abteilung „Glaubenssachen“ in der Dauerausstellung im ersten Obergeschoss eröffnet.

G3162.jpgStadtmuseum Neuburg - J. Scharl, Fronleichnamsprozession (Foto: HVND)

Dort werden die wechselvolle Religionsgeschichte der Stadt Neuburg und vor allem der prägende Konfessionswechsel zur Zeit der Gegenreformation anschaulich dargestellt.
Vor gut vierhundert Jahren wurde das für zwei Generationen protestantische Fürstentum Pfalz-Neuburg wieder katholisch, weil der Herrscher zum alten Glauben zurückgekehrt war: „Cuius regio, eius religio“ - so lernen es schon die Schüler! Nicht nur diese, auch alle erwachsenen Besucher des Stadtmuseums können etwa an einem eigens konstruierten interaktiven Klappentisch selbst herausfinden, was es über die Unterschiede der beiden Konfessionen zu wissen gibt.
Außerdem sind die inquisitorischen Befragungen einzelner Neuburger nach ihrem „wahren Glauben“ vom Beginn des 17. Jahrhunderts in einer multimedialen Inszenierung nachzuerleben.

G3274_Hl.Kümmernis.jpgStadtmuseum Neuburg - Allegorie (Foto: C. Deininger, Augsburg)

Vom „greulichen Kainsmord“ eines katholischen Neuburgers an seinem evangelischen Bruder künden originale Dokumente aus dem Jahr 1546 - sogar der neben Martin Luther wichtigste Reformator Philipp Melanchthon verfasste über den spektakulären Vorfall ein eigenes Pamphlet.

Ein als "Conterfeht eines recht geistlichen Klostermenschens" bezeichnetes Gemälde von 1678 fasziniert und irritiert zugleich, da eine Frau am Kreuz dargestellt ist. Es handelt sich nicht wie bisher vermutet um eine Darstellung der Heiligen Wilgefortis, sondern ist als Allegorie idealer klösterlicher Tugenden zu verstehen. Als anspornender Bilderschmuck hing es vielleicht im nahen Karmelitinnenkloster, das im Zuge der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgelöst und abgerissen wurde.

 

DSC_7676.JPGStadtmuseum Neuburg - Hl. Sebastian (Foto: V. Möller, Neuburg)

Die monumentale Silberfigur des Heiligen Sebastian ist eines der beeindruckendsten Exponate im Stadtmuseum. Es handelt sich um eine Leihgabe aus der nahe gelegenen Pfarrkirche St. Peter, die derzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist. Geschaffen hat das barocke Werk der Augsburger Goldschmied Johann Heinrich Mannlich im Jahr 1714 als Votivbild für die Neuburger Sebastians-Bruderschaft.

Die beinahe lebensgroße Statue hat einen Ehrenplatz im Museum erhalten: im ehemaligen Alkoven des als "Weveldhaus" bezeichneten Adelspalais, in dem das Stadtmuseum eingerichtet wurde. Baron Wilhelm Balduin von Weveld hat das ursprünglich spätgotische Gebäude ab dem Jahr 1713 barockisieren lassen - also zur selben Zeit, als auch Mannlichs Sebastiansfigur entstand.

Das entsprechende Holzmodell des Pestheiligen (von Ehrgott Bernhard Bendl) ist im Augsburger Maximilianmuseum zu sehen.

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