Stadtmuseum Neuburg an der Donau

Willkommen im Stadtmuseum Neuburg an der Donau

Das Stadtmuseum Neuburg an der Donau befindet sich in einem der prachtvollsten Häuser der Oberen Altstadt: dem so genannten Weveldhaus, einem ursprünglich spätgotischen Bau, der im frühen 18. Jahrhundert zu einem barocken Adelspalais umgewandelt wurde. Das Stadtmuseum bietet einen lebendigen und anschaulichen Einblick in die Geschichte und Gegenwart einer "kleinen Stadt mit großer Vergangenheit".

Stadtmuseum Neuburg ab 13. Mai 2021 wieder geöffnet!

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Nach der letzten Corona-bedingten Schließung hat das Stadtmuseum Neuburg ab dem 13. Mai 2021 wieder geöffnet
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Es gelten die bekannten Hygieneregeln wie das Tragen von FFP-Masken und das Abstandhalten von 1,5 Metern zu Besuchern, die nicht aus einem Haushalt stammen. Maximal 75 Personen dürfen sich gleichzeitig im Gebäude aufhalten; der Einlass wird durch die Kassenkraft reguliert. Möglichkeiten zur Handdesinfektion stehen bereit und für die regelmäßige Desinfektion von Oberflächen wird Sorge getragen. Auch wenn der Inzidenzwert unter 100 liegt, bittet das Museum seine Besucher nach Möglichkeit um Anmeldung (Tel. 08431/539053). Zum Schutz von deren Gesundheit und in Absprache mit dem hiesigen Gesundheitsamt werden vorsichtshalber auch die Kontaktdaten sicher erfasst.

 

Sonderausstellungen im Stadtmuseum Neuburg

 

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SCHLOSSLICHTER - Highlights und Glanzstücke aus der Residenz Neuburg  sind während der Schließung des Schlosses im Stadtmuseum zu sehen. Die Sonderausstellung präsentiert eine Reihe hochkarätiger Exponate, die sonst im Schlossmuseum zu bewundern sind.
Da die altehrwürdige Anlage derzeit renoviert wird, werden ausgewählte Stücke aus vier Jahrhunderten Schlossgeschichte bis zum 3. Oktober 2021 (verlängert) in den repräsentativen Räumlichkeiten im Zweiten Obergeschoss des Weveldhauses gezeigt.
Den Auftakt macht natürlich der prominenteste Schlossherr: Pfalzgraf Ottheinrich, den ein Kupferstich mit seiner Gattin Susanna zeigt. Der stattliche Renaissancefürst ist außerdem mit wertvollen kunsthandwerklichen Objekten aus seinem Besitz vertreten, z. B. Jagdutensilien sowie Perlmutt-Reliefs von einer Pilgerreise ins Heilige Land, die der junge Katholik vor seiner Konversion zum Luthertum unternommen hatte. Unter seinen evangelischen Nachfolgern Wolfgang und Philipp Ludwig, von denen u. a. Medaillen, ein Wappenstein und ein Backgammon-Spiel gezeigt werden, entwickelt sich Pfalz-Neuburg geradezu zu einem protestantischen Musterstaat - bis im 17. Jahrhundert mit Wolfgang Wilhelm die Gegenreformation einsetzt.

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Als Zeichen barocker Frömmigkeit, aber auch Ausdruck fürstlicher Sammellust sind in der Ausstellung kostbare Figuren, Medaillons und Schnitzereien aus unterschiedlichsten Hölzern, Materialien wie Alabaster, Elfenbein und Edelsteinen aus seiner und der Regierungszeit seines Sohnes Philipp Wilhelm (des „Schwiegervaters Europas“) zu sehen. 
Unter anderem mit einem großen und detailreichen Aquarell einer Hirschjagd im Burgholz sind das 18. Jahrhundert und die Regierungszeit Karl Theodors vertreten. Mit Maria Amalies Hofhaltung, die dessen ernannten Nachfolger Karl II. August heiratet und nach dem Tod des Gatten für Jahrzehnte im Schloss als ihrem Witwensitz residiert, endet Neuburgs fürstliche Glanzzeit und die Ausstellung. Von den beiden nach längerer Zeit wieder zugänglichen Museumsräumen führt der Rundgang weiter in das 19. Jahrhundert und in die Dauerausstellung des Stadtmuseums.

Öffentliche Gruppenführungen: siehe "Aktuelles" (https://stadtmuseum-neuburg.de/de/aktuelles)!

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Virtuelle Schlosslichter:  Hier bietet sich die Möglichkeit eines Online-Besuchs der Sonderausstellung "Schlosslichter" im Zweiten Obergeschoss des Neuburger Stadtmuseums. Die entsprechenden Räumlichkeiten des Weveldhauses und die dort gezeigten Schaustücke präsentieren sich in 3D-Qualität und lassen sich vom heimischen Bildschirm oder vom Smartphone aus besuchen. "Schlosslichter"-Besuch starten

 

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RÜCKBLICK
OTTO VON BISMARCK. Mensch - Macht - Mythos
(16. 5. - 2. 7. 2021)
Die Wanderausstellung der Otto-von-Bismarck-Stiftung thematisierte Leben und Wirken des ersten Kanzlers des vor 150 Jahren (1871) gegründeten deutschen Kaiserreichs.
In zehn Stationen wurde Bismarcks politischer Weg vom Abgeordneten des Preußischen Landtags zum Ministerpräsident und „Eisernen Kanzler“ aufgezeichnet und sowohl seine Innen- als auch seine Aussenpolitik behandelt. „Weichensteller Europas“, Kolonialpolitik, Kulturkampf und Sozialistengesetz waren ebenso Schlagworte wie der sich nach 1890 zu einem regelrechten Mythos verdichtende Bismarck-Kult bis nach dem Ende des Kaiserreichs.
Auch Neuburg an der Donau gehörte zu den über 450 Städten, die den preußisch-deutschen Staatsmann zu ihrem Ehrenbürger ernannten.

 

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RÜCKBLICK
Die 50er und 60er Jahre in Neuburg an der Donau
 waren Thema und Titel der vorletzten Sonderausstellung im Erdgeschoss des Stadtmuseums (verlängert bis 11. 4. 2021). Über sechzig historische Schwarzweiß- und Farbfotografien sowie zeittypische Objekte aus den Sammlungen des Historischen Vereins vermittelten ein anschauliches Bild der beiden Dekaden, von denen uns mittlerweile fünf Jahrzehnte und mehr trennen.
An der Museumskasse, in der Tourist-Information Neuburg sowie im Buchhandel ist der Ausstellungskatalog erhältlich, der alle gezeigten Fotografien sowie weitere 60 Bilder mitsamt Kommentaren enthält.
Die Retrospektive führt durch die Obere sowie die Untere Altstadt Neuburgs ebenso wie in das Ostend, zur modernen Kinderklinik „St. Elisabeth“ im Südwesten und auf die Terrasse des Arco-Schlösschens. Bilder von früher erinnern außerdem an das Jubiläum „450 Jahre Fürstentum Pfalz-Neuburg“ (1955) und das Donau-Hochwasser von 1965.

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RÜCKBLICK:
Die erste Sonderausstellung des Museumsjahres 2020 "GRAS BAUM WIND WASSER - Landschaft vor Ort" war den Radierungen der Neuburger Künstlerin Susanne Pohl (geb. 1970) gewidmet. Die Motive für ihre meisterlichen Druckgrafiken findet sie in der unmittelbaren Umgebung - "Natur, wie sie hier vor Ort zu entdecken ist, einzigartig und zugleich universell. Vor unserer Haustür verbinden uns unsere Eindrücke mit den Gräsern, den Bäumen, dem Wind und dem Wasser auf der ganzen Welt" (S. Pohl). Die Laufzeit der Ausstellung wurde verlängert bis Sonntag, 5. 7. 2020.
Der begleitende Katalog ist weiterhin an der Museumkasse erhältlich.

Neue Museumsabteilung "GLAUBENSSACHEN"

Wer die große Sonderausstellung „FürstenMacht & wahrer Glaube“ im Reformationsjubiläumsjahr im Schloss, dem Fürstengang und der Hofkirche Neuburg verpasst haben sollte, kann sich dennoch freuen: Am Internationalen Museumstag 2018 wurde im Stadtmuseum im Weveldhaus die neu eingerichtete Abteilung „Glaubenssachen“ in der Dauerausstellung im ersten Obergeschoss eröffnet.

G3162.jpgStadtmuseum Neuburg - J. Scharl, Fronleichnamsprozession (Foto: HVND)

Dort werden die wechselvolle Religionsgeschichte der Stadt Neuburg und vor allem der prägende Konfessionswechsel zur Zeit der Gegenreformation anschaulich dargestellt.
Vor gut vierhundert Jahren wurde das für zwei Generationen protestantische Fürstentum Pfalz-Neuburg wieder katholisch, weil der Herrscher zum alten Glauben zurückgekehrt war: „Cuius regio, eius religio“ - so lernen es schon die Schüler! Nicht nur diese, auch alle erwachsenen Besucher des Stadtmuseums können etwa an einem eigens konstruierten interaktiven Klappentisch selbst herausfinden, was es über die Unterschiede der beiden Konfessionen zu wissen gibt.
Außerdem sind die inquisitorischen Befragungen einzelner Neuburger nach ihrem „wahren Glauben“ vom Beginn des 17. Jahrhunderts in einer multimedialen Inszenierung nachzuerleben.

G3274_Hl.Kümmernis.jpgStadtmuseum Neuburg - Allegorie (Foto: C. Deininger, Augsburg)

Vom „greulichen Kainsmord“ eines katholischen Neuburgers an seinem evangelischen Bruder künden originale Dokumente aus dem Jahr 1546 - sogar der neben Martin Luther wichtigste Reformator Philipp Melanchthon verfasste über den spektakulären Vorfall ein eigenes Pamphlet.

Ein als "Conterfeht eines recht geistlichen Klostermenschens" bezeichnetes Gemälde von 1678 fasziniert und irritiert zugleich, da eine Frau am Kreuz dargestellt ist. Es handelt sich nicht wie bisher vermutet um eine Darstellung der Heiligen Wilgefortis, sondern ist als Allegorie idealer klösterlicher Tugenden zu verstehen. Als anspornender Bilderschmuck hing es vielleicht im nahen Karmelitinnenkloster, das im Zuge der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgelöst und abgerissen wurde.

 

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